?

Log in

< back | 0 - 10 |  
Fidicinis [userpic]

Liuto!

September 3rd, 2016 (04:44 pm)

Proud owner of a new liuto attiorbato! Yay!



Fidicinis [userpic]

Liuto

March 1st, 2016 (10:37 pm)

As expected, he tried to refuse, but I was able to convince him. I shall bring the arciliuto to him in April and will have to wait after that. It'll be glad waiting with anticipation.

Liuto attiorbato is the right decision. It'll be a wonderful lute that suits all the ten-course repertoire AND the Italian 14-course repertoire.

Perhaps a double 1st course is in order?

Fidicinis [userpic]

New projects

February 13th, 2016 (04:41 pm)

Things have turned different. I have been requested to play the Chitarone in performance of Bach's Passion after Marc. Lutes are never too loud, so I grew my right hand nails so as to be able to play with some volume. Which means in turn that I can't play the lute for now. Fortunately, easter falls on the end of March, this year, so there is neither way nor need to give a recital on that date.

On another note I've realised that archlutes are continuo instruments, not intended for solo music. I'm planning to talk my luthier friend into rebuilding the archlute he built into a Liuto attiorbato. He will try to refuse, I know.

Fidicinis [userpic]

What's Next

August 8th, 2015 (10:44 am)

Planning the next gigs of my own. Thinking about two recitals. One would be with lutes only, the other with theorbos.
The lutes recital would include music for 6c, 7c, 8c, 10c, and 11c lutes. Anything between Hans Judenkünig and David Kellner, comprising both the renaissance and the baroque eras.

The theorbos recital would include music for the archlute, the chitarone, the double-headed 12c lute, the angélique, and the 13c baroque lutes, ie. the swan-necked lute and the baroque lute with bass rider. Music between Reusner the elder and Baron.

Five or six different instruments. Clever idea or hariki?

Fidicinis [userpic]

Next Recital

June 9th, 2015 (04:15 pm)
current mood: artistic

The next recital is due on June 27th. I'll play the angelique for the 2nd time. First time was in March last year, and I tried to play from all available collections. This time I'll play from CZ-Bnm 3.329 exclusively. That collection is a gem, containing some very easy pieces and middle range pieces as regards technical demands. Most pieces, be they easy or not, have very pleasurable tunes, and that's what makes them infatuating.


That small theorbo is stirring up quite a bit of dust. I have been invited to Joachim Held's lute class at the Hochschule für Künste, Bremen, so as to introduce the angelique to his students.

Fidicinis [userpic]

Brahms and Lute

April 4th, 2015 (02:46 pm)
Tags: ,

Johannes Brahms made "endless transcriptions, mastering lute and organ tablature (...)". (Hugh Wood, A German Requiem, 2011, in: Brahms. Ein deutsches Requiem. Gardiner (CD booklet), 2012, p. 14)

I wonder if his occupation with lute music left traces in his own music.

Anyone?

Fidicinis [userpic]

The Next Gig

March 11th, 2015 (01:59 am)
current location: Germany, Bremerhaven
current mood: artistic

This is the programme for the next gig to come on March 28th

Regina instrumentorum – Königin der Musikinstrumente

Am Vorabend des 30jährigen Krieges erlebt die Renaissance-Laute eine letzte musikalische Blüte. Es ist der Schwanengesang des Instrumentes, in welchem die Renaissance ausklingt, während das Barockzeitalter energisch beginnt.

Musik der Renaissance wird polyphon komponiert, d. h. sie besteht aus mehreren, selbständig nebeneinander verlaufenden Stimmen. Um 1600 kommt ein neues Prinzip auf: Eine Oberstimme wird durch einen Bass begleitet. Der Bass wird durch ein Musikinstrument ausgeführt, das passende Harmonien ergänzen kann (Generalbass).

Durch das Aufkommen des neuen Stils bedingt, bekommt die Laute im Bass Saiten hinzu, bis es schließlich insgesamt zehn Chöre sind (Doppelsaiten). Sie ist die regina omnium instrumentorum, die Königin der Musikinstrumente, weil sie sowohl als eigenständiges Begleitinstrument wie auch solo verwendet werden kann.

Robert Ballard (etwa 1575–1650) veröffentlicht 1611 in Paris sein Premier livre du luth (Erstes Lautenbuch) und setzt darin stilistische Maßstäbe, die seine Musik sehr populär machen. Besonderen Einfluss haben seine rhythmisch verschobenen Variationen („Style luthé“). 1612 wird er königlicher Hofmusiker und Lehrer des jungen französischen Königs Ludwig XIII. Sein zweites Lautenbuch kommt 1614 heraus. Bis zum Ende der 40er Jahre ist er am Hof aktiv, danach verliert sich seine Spur.

Giovanni Girolamo Kapsberger (1580–1651), Sohn eines deutschen kaiserlichen Beamten in Venedig, steht in Rom im Dienst des Papstes Urban VIII. und arbeitet ab 1624 im Hause des Kardinals Francesco Barberini. 1611 veröffentlicht er sein Libro primo d’intavolatura di lauto, sein einziges Werk für Laute. Er steht bei den Zeitgenossen in hohem Ansehen als vielseitiger Komponist und Virtuose auf dem Chitarrone. In seinen Toccaten pflegt er den Stilus phantasticus, bei dem langsame und rasche Abschnitte einander abwechseln.

Nicolas Vallet (1583–1642) lebt als hugenottischer Flüchtling in Amsterdam als Inhaber einer Tanzschule und als selbständiger Musiker. 1615 und 1616 veröffentlicht er sein „Secret des Muses“, ein Lautenbuch in zwei Teilen. 1622 kommt die „Regia Pietas“ hinzu, eine Aussetzung sämtlicher Psalmen nach den Melodien des reformierten Genfer Psalters für die Laute. Trotz seiner Erfolge verstirbt Vallet in Armut.

Michelagnolo Galilei (1575–1631) ist der Bruder des großen Physikers Galileo Galilei. Nach zwei Engagements beim litauischen Großfürsten Radzivil in Wilna dient er in München als Musiker des Kurfürsten Maximilian I. (den Lebensunterhalt verdient er jedoch hauptsächlich als Linsenschleifer). Im Jahr 1620 veröffentlicht er eine Sammlung mit Musik für Laute, die stilistisch deutlich französischen Einfluss verrät.

Zu den Meistern dieser Epoche, die zwar keine gedruckten Werke hinterlassen haben, dafür aber in Handschriften und Abschriften vertreten sind, gehören René Saman († 1630) und Pierre Despont (1583–1627).
René Saman ist ab 1616 Lautenist der Königinmutter Maria de‘ Medici, ab 1619 im Dienst König Ludwigs XIII.
Pierre Despont ist etwa ab 1609 bis zu deren Tod Hofmusiker der Margarete von Valois (1553–1615). Auch er steht ab 1619 im Dienst König Ludwigs XIII.

Louys de Moy schließlich stammt aus Flandern. Er dient am ostfriesischen Grafenhof in Emden als Musiker. Sein Name (flämisch „de Mooi“ auszusprechen) taucht dort ab 1619 in den Besoldungslisten auf. Im Jahr 1631 veröffentlicht er das „Petit boucquet de frise orientale“, einen musikalischen Blumenstrauß mit Musik für Ensemble, begleiteten Gesang und Laute solo zur Hochzeit von Ulrich II. Graf Cirksena.


Programm


Robert Ballard Entree Troisième
Ballet de M. le Daufin:
Premier Chant – Second – Troisième
9e Courante
3e Angélique
4e Angélique
5e Angélique
Giovanni Girolamo Kapsberger Toccata 6a
Gagliarda 6a
Corrente 4a
Nicolas Vallet Prélude (S I / 7)
Gaillarde Angloise (S I / 35)
[Courante] La Maturine (S I / 85)
Volte de la Compleinte (S I / 87)
Ballet (S II / 4)
Onder de Linde groene (S II / 7)
Pierre Despont Courante (Rettenwert, 54)
Courante (Rettenwert, 80)
René Saman Courante (1a–c)
Coranto (Dowland, 1610)
Courante Saman (9; → Ballard, 3e Angélique)
Courante de Sieur Samant (10)
Michelagnolo Galilei Toccata – Volta (S. 8–12)
Toccata – Corrente (S. 13–15)
Louys de Moy Ballet par de Moy – Courante du Ballet (4)
Ballet par de Moy – Courante du Ballet (6)
Courante par de Moy (15b)
Courante par de Moy (18b)

***
Das Entree ist wie das Prélude oder die Toccata ein Vorspiel zur Einstimmung, das frei vorgetragen wird. Das Ballet beginnt mit einem ruhigen Tanz im geraden Takt, dem weitere, lebhaftere Tänze folgen können (premier chant, second chant usw.). „Favorites d‘Angélique“ nannte Robert Ballard Couranten, die Angélique Paulet, einer Hofdame, zugeeignet waren. Die Gaillarde, ein ehemals schneller Rundtanz, wird um 1610 eher gemach getanzt. Die französische Courante ist im 17. Jahrhundert Europas Lieblingstanz und wird lebhaft, aber (anders als die italienische Corrente) nicht schnell getanzt. Die Volte oder Volta wird etwas langsamer als die Courante getanzt, weil der Tänzer seine Dame dabei hochhebt. „Onder de Linde groene” (Vallet) ist ein niederländisches Volkslied.

Fidicinis [userpic]

Blurb for Programme

June 11th, 2014 (12:29 am)
tired
Tags: , ,

current location: Germany, Bremerhaven
current mood: tired
current song: Dowland, In darkness let me dwell

Polnische Musik, Sitten und Gebräuche gehörten zum gehobenen Lebensstil in Preußen. Das war so, bevor die Idee des Nationalstaates die gute Atmosphäre vergiftete, in der polnisch- und deutschsprachige Menschen im Preußen Königlichen Anteils miteinander lebten. Die Geschichte des Königlichen Preußen (wohlgemerkt, „Königlich“ bezieht sich auf den polnischen König!) ist faszinierend.

In diesem Staatsgebilde war die Stadtrepublik Danzig die wichtigste preußische Hansestadt. Der Handel zwischen Südosteuropa und Skandinavien wurde nach der osmanischen Eroberung von Byzanz über die Weichsel, und das heißt: über Danzig, abgewickelt. Die Stadt blühte, und mit ihr Kunst, Musik und Lebensart.

Zwei Lautenbücher, die heute abend vorgestellt werden sollen, zeugen besonders von der kulturellen Blüte jener Zeit.

Das eine Lautenbuch (Berlin Mus. Ms. 4022) wurde in der Zeit um 1615 in Danzig abgefasst. Zum Spielen der Musik wird eine Renaissancelaute benötigt. Das Buch enthält u. a.etwa 40 polnische Tänze (bezeichnet mit dem Kürzel B.P. für Ballo Polacco). Sie unterscheiden sich in musikalischer Hinsicht nicht von dem, was zu jener Zeit in Deutschland Tanz, in England Almain, in Italien Ballo, In Frankreich Ballet genannt wurde. Es sind ruhige Schreittänze, die im geraden Takt stehen.

Beim zweiten Lautenbuch ist die Verfasserin bekannt. Virginia Renata Gehema, deren Schwiegervater mit dem Dichter Opitz befreundet war und aus Danzig stammte, füllte die Seiten ihres Büchleins in den Jahren um 1640. Der musikalische Stil hat sich nun deutlich gewandelt. In den ruhigen Schreittanz von vor dem Krieg haben sich nun Sprünge und hüpfende Noten eingemengt. Und jedem Taniec Polsky folgt nun eine Proportio, eine Variation des Tanzes im rascheren Dreier-Takt.

Fidicinis [userpic]

17th century Polish dances

May 24th, 2014 (03:11 pm)
current mood: artistic

I have finished a copy of 28 Polish dances from the Gehema lute book (written in the 2nd half of the 17th century in Polish Prussia). If you are interessted in a shared PDF file, pls contact me.

Fidicinis [userpic]

Polish Music

May 16th, 2014 (10:59 pm)
current location: Germany, Bremerhaven
current mood: artistic
current song: Marcello Alessandro, Concertos & Cantatas,Venice Baroque

Next thing I'm planning to do is a recital with mostly Polish dances. Many of them are contained in Danzig 4230 and in the Gehema manuscript. The two lutes I need for that project happen to be among those whose roses I recently gilded.

< back | 0 - 10 |